11 – HUD

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen.

1. A. L. R. (Dies ist) ein Buch, dessen Verse eindeutig bestimmt und dann im einzelnen erklärt sind, von einem Weisen, einem Kundigen,

2. Auf dass ihr Allah alleine anbetet. Ich bin fürwahr von Ihm als ein Warner und als Bringer froher Botschaft zu euch (entsandt),

3. Damit ihr eueren Herrn um Verzeihung bittet und euch reuevoll Ihm zuwendet. Er versorgt euch mit schönen Dingen bis zu einem bestimmten Termin. Und jedem, der Gnade verdient, gewährt Er Seine Gnade. Kehrt ihr euch jedoch ab, so fürchte ich für euch die Strafe eines großen Tages.

4. Zu Allah ist euere Heimkehr. Und Er hat Macht über alle Dinge.

5. Stimmt es nicht, dass sie sich klein machen, um sich vor Ihm zu verbergen? Aber, auch wenn sie sich in ihre Kleider verhüllen, weiß Er doch, was sie verbergen und was sie zeigen. Siehe, Er kennt das Innerste der Brüste.

6. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, dessen Versorgung Ihm nicht obläge; und Er kennt seinen Aufenthaltsort und seinen Ruheplatz. Alles ist klar verzeichnet.

7. Er ist es, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschaffen hat. Und Sein Thron ruht über den Wassern. (All dies) damit Er euch prüfe, wer von euch am besten handelt. Und wahrlich, wenn du sprichst: "Ihr werdet nach dem Tode gewiss auferweckt", sagen die Ungläubigen: "Wirklich, dies ist lediglich ein offenkundiger Zauber!"

8. Und wahrlich, wenn Wir die Strafe auf eine bestimmte Frist verschieben, fragen sie: "Was hält sie denn zurück?" Wird sie aber nicht eines Tages über sie kommen? Dann kann keiner sie von ihnen abwehren. Und umbringen wird sie, was sie verspotteten!

9. Und wahrlich, wenn Wir dem Menschen aus Unserer Barmherzigkeit manches gewähren, ihm aber dann entziehen, dann verzweifelt er und ist undankbar.

10. Aber, wenn Wir ihm nach einem Unheil, das ihn betroffen hat, manches Gute bescheren, spricht er: "Das Übel ist von mir gewichen!" Siehe, er ist fröhlich und prahlt,

11. Außer jenen, die standhaft sind und das Rechte tun. Für sie ist Verzeihung und großer Lohn.

12. Vielleicht möchtest du einen Teil von dem, was dir geoffenbart wurde, zurückhalten, da dein Herz beklommen ist, weil sie sagen: "Warum wurde ihm kein Schatz herabgesandt?" oder "Warum kam kein Engel mit ihm?" Du aber bist nur ein Warner. Und Allah hat Macht über alle Dinge.

13. Oder sie behaupten: "Er hat ihn zusammengedichtet!" Sprich: "So bringt zehn gleichwertige Suren herbei, (von euch) erdichtet, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Allah sofern ihr wahrhaft seid.

14. Und wenn sie euch nicht erhören, dann wisst, dass er aus Allahs Weisheit hinabgesandt wurde, und dass es keinen Gott außer Ihm gibt. Wollt ihr euch nicht (Allah) ergeben?"

15. Wer das irdische Leben begehrt und seine Pracht, dem wollen Wir seine irdischen Werke (auf Erden) lohnen, und nichts daran soll ihnen vorenthalten werden.

16. Sie sind es, für die es im Jenseits nichts gibt als das Feuer. Und umsonst ist all ihr Tun im Diesseits gewesen und wertlos all ihr Wirken.

17. Kann etwa der (ein Betrüger sein), der einem deutlichen Beweis von seinem Herrn folgt, und dem ein Zeuge von Ihm ihn vorträgt und dem das Buch Moses als eine Leitung und Barmherzigkeit vorausging? Diese glauben daran. Wer aber von den sich Zusammenrottenden nicht glaubt, dem ist das Feuer verheißen. Sei daher darüber nicht im Zweifel. Siehe, er ist die Wahrheit von deinem Herrn. Jedoch die meisten Menschen glauben es nicht.

18. Und wer ist sündiger als wer über Allah eine Lüge ersinnt? Sie werden vor ihren Herrn gestellt werden, und die Zeugen werden sprechen: "Diese sind es, die über ihren Herrn gelogen haben." Soll Allahs Fluch etwa nicht die Sünder treffen,

19. Welche andere von Allahs Pfad abbringen und ihn abzubiegen suchen und nicht an das Jenseits glauben?

20. Sie können keineswegs auf Erden (Allahs Macht) schwächen. Und außer Allah haben sie keinen Beschützer. Verdoppelt soll ihnen die Strafe werden! Sie vermochten weder zu hören noch zu sehen.

21. Sie sind es, die ihrer selbst verlustig gegangen sind, und was sie sich ausgedacht hatten, ist ihnen entschwunden.

22. Ohne Zweifel sind sie im Jenseits die wahren Verlierer.

23. Hingegen, diejenigen, die glauben und das Rechte tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, sind die Bewohner des Paradieses, ewig darin zu verweilen.

24. Das Gleichnis dieser beiden Arten von Menschen ist wie das des Blinden und Tauben gegenüber dem Sehenden und Hörenden. Sind sie etwa einander gleich? Wollt ihr denn nicht nachdenken?

25. Und wahrlich, Wir entsandten Noah zu seinem Volk: "Seht, ich (komme) zu euch als ein eindringlicher Warner,

26. Dass ihr keinen außer Allah anbetet. Ich fürchte für euch tatsächlich die Strafe eines schmerzlichen Tages."

27. Und die Anführer seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: "Wir sehen in dir nur einen Menschen wie wir. Und wir sehen, dass dir nur die Niedrigsten unter uns folgen, in übereiltem Entschluss. Und wir sehen in euch auch keinen Vorzug über uns, sondern halten euch für einen Lügner."

28. Er sprach: "O mein Volk! Was meint ihr? Wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir Seine Barmherzigkeit gezeigt hat, gegen die ihr blind seid, sollen wir sie euch dann aufzwingen, obwohl ihr sie gar nicht wollt?

29. mein Volk! Ich verlange dafür kein Entgeld von euch; mein Lohn ist allein bei Allah. Und ich verstoße Gläubige nicht. Seht, sie werden ihrem Herrn begegnen. Jedoch sehe ich, dass ihr ein unwissendes Volk seid.

30. mein Volk! Wer würde mir gegen Allah helfen, wenn ich sie verstieße? Wollt ihr euch denn nicht ermahnen lassen?

31. Und ich sage nicht zu euch: »Ich verfüge über Allahs Schätze", und auch nicht: »Ich kenne das Verborgene", auch sage ich nicht: »Ich bin ein Engel." Und ich sage über die, die aus euerer Sicht verächtlich sind, nicht: »Allah wird ihnen nichts Gutes geben." Allah weiß wohl, was in ihren Seelen vorgeht. Siehe, sonst gehörte ich zu den Sündern."

32. Sie sagten: "O Noah! Du hast mit uns viel gestritten, ja schon zu lange Streit mit uns geführt. So bring uns herbei, was du uns androhst, wenn du zu den Wahrhaften gehörst."

33. Er sprach: "Bringen wird es euch Allah, aber nur, wann Er will, und ihr könnt es nicht verhindern.

34. Und mein Rat, den ich euch gebe, nützt euch nichts, wenn Allah euch irre gehen lassen will. Er ist euer Herr, und zu Ihm müsst ihr zurückkehren."

35. Oder manche behaupten: "Er hat ihn erdichtet!" Sprich: "Wenn ich ihn erfunden habe, komme meine Schuld auf mich. Ich habe aber nichts mit euerer Beschuldigung zu tun."

36. Und Noah wurde geoffenbart: "Von deinem Volke wird nur glauben, wer schon gläubig geworden ist. Doch betrübe dich nicht über ihr Verhalten.

37. Und baue die Arche unter Unseren Augen und gemäß Unserer Eingebung. Und sprich Mir nicht weiter von den Ungerechten. Siehe, sie sollen ertrinken."

38. Und er machte die Arche, und wenn immer die Anführer seines Volkes an ihm vorübergingen, verspotteten sie ihn. Er sprach: "Verspottet ihr uns? Siehe, wir werden über euch spotten, wie ihr (jetzt) spottet.

39. Und wahrlich, dann werdet ihr erfahren, wen eine Strafe erfasst, die ihn mit Schande bedeckt, und wen eine immerwährende Strafe trifft."

40. Bis dann Unser Befehl kam und das Wasser überkochte. Wir sprachen: "Bring von allem ein Pärchen hinein und deine Familie, mit Ausnahme derer, über die bereits entschieden worden ist, sowie die Gläubigen." Neben ihm glaubten aber nur wenige.

41. Und er sprach: "Steigt in sie ein! Im Namen Allahs sei ihre Fahrt und ihre Landung! Siehe, mein Herr ist wahrlich nachsichtig und barmherzig."

42. Und sie trieb mit ihnen auf Wogen dahin, hoch wie Berge. Und Noah rief seinem Sohn, der sich abseits hielt, zu: "O mein lieber Sohn! Steige mit uns ein, und bleibe nicht bei den Ungläubigen."

43. Er sprach: "Ich will einen Berg besteigen, der mich vor dem Wasser schützen wird." Er sprach: "Keiner ist heute vor Allahs Urteil geschützt, außer dem, dessen Er sich erbarmt." Und eine Woge trennte beide, und er ertrank.

44. Und es wurde befohlen: "O Erde, verschlinge dein Wasser" und "O Himmel, halte ein!" Und das Wasser nahm ab, und der Befehl war vollzogen. Und sie landeten auf Al-Dschudi. Und es wurde gesprochen: "Fort mit dem Volk der Ungerechten!"

45. Und Noah rief zu seinem Herrn und sprach: "Mein Herr! Mein Sohn gehörte doch zu meiner Familie! Aber Deine Verheißung verwirklicht sich stets. Und Du bist der gerechteste der Richter!"

46. Er sprach: "O Noah! Er gehörte doch nicht zu deiner Familie; denn sein Benehmen war unrecht." Bitte Mich nicht um etwas, das sich deinem Wissen entzieht. Siehe, Ich warne dich, kein Tor zu werden."

47. Er sprach: "Mein Herr! Siehe ich nehme meine Zuflucht zu Dir, damit ich Dich nicht um etwas bitte, das sich meinem Wissen entzieht. Wenn Du mir nicht verzeihst und Dich meiner erbarmst, bin ich in der Tat einer der Verlorenen."

48. Gesprochen wurde: "O Noah! Steige aus, mit Unserem Frieden und Unserem Segen auf dir und der Gemeinschaft derer, die bei dir sind. Manche künftigen Geschlechter werden Wir versorgen. Dann aber trifft sie schmerzliche Strafe von Uns."

49. Dies ist eine der Geschichten des Unwißbaren, die Wir dir offenbaren. Weder du noch dein Volk kannte sie bisher. Sei also standhaft. Das gute Ende gehört den Gottesfürchtigen.

50. Und zu den Ad (sandten wir) ihren Bruder H u d. Er sprach: "O mein Volk! Dient Allah! Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Ihr seid nichts als Erfinder (von Götzen).

51. mein Volk! Ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist bei Dem, Der mich erschuf. Begreift ihr denn nicht?

52. mein Volk! Bittet eueren Herrn um Verzeihung für euch. Dann wendet euch reuevoll zu Ihm. Er wird auf euch Regengüsse vom Himmel herabsenden und wird euere Kraft mit (noch mehr) Kraft mehren. Und wendet euch nicht in Sünde ab!"

53. Sie sprachen: "O Hud! Du kamst nicht mit einem deutlichen Wunder zu uns. Und wir wollen unsere Götter nicht auf dein Wort hin verlassen. Wir glauben dir nicht.

54. Wir können nur vermuten, dass dich einer unserer Götter mit einem Übel heimgesucht hat." Er sprach: " Siehe, ich nehme Allah zum Zeugen, und bezeugt auch ihr, dass ich nichts mit den Götzen zu schaffen habe,

55. Die ihr Ihm zur Seite setzt. So macht halt allesamt euere Pläne gegen mich, und gebt mir keinen Aufschub.

56. Siehe, ich vertraue auf Allah, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade.

57. Und selbst wenn ihr den Rücken kehrt, so habe ich euch doch überbracht, womit ich zu euch entsandt worden war. Mein Herr wird euch ein anderes Volk nachfolgen lassen. Und Ihm könnt ihr nicht schaden. Siehe, mein Herr gibt auf alle Dinge acht."

58. Und als Unser Befehl kam, retteten wir Hud und diejenigen, die mit ihm glaubten, durch Unsere Barmherzigkeit. Wir retteten sie vor einer harten Strafe.

59. So wären die Ad: Sie verwarfen die Botschaft ihres Herrn und rebellierten gegen Seine Gesandten und folgten dem Befehl eines jeden eigensinnigen Gewaltherrschers.

60. Und der Fluch verfolgte sie in dieser Welt und wird sie auch am Tage der Auferstehung verfolgen. Haben die Ad nicht ihren Herrn verleugnet? Fort mit den Ad, dem Volke Huds!

61. Und zu den Thamud (entsandten Wir) ihren Bruder Salih. Er sprach: "O mein Volk! Dient Allah! Ihr habt keinen andern Gott als Ihn. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und hat euch dort Wohnung gegeben. Darum bittet Ihn um Verzeihung, alsdann wendet euch Ihm reumütig zu. Siehe, mein Herr ist nahe und zu erhören bereit. '"

62. Sie sprachen: " O Salih! Wir hatten unsere Hoffnung zuvor auf dich gesetzt. Willst du uns verbieten zu verehren, was unsere Väter verehrten? Und siehe, wir sind in starkem Zweifel über das, wozu du uns aufforderst."

63. Er sprach: "O mein Volk! Was meint ihr wohl? Da ich zweifellos einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir Seine Barmherzigkeit erwiesen hat, wer würde mich da vor Allah retten, wenn ich Ihm den Gehorsam versage? So brächtet ihr nur größeres Verderben über mich.

64. mein Volk! Diese Kamelin Allahs sei euch ein Zeichen. Lasst sie daher auf Allahs Land weiden und tut ihr kein Leid an, sonst erfasst euch bald eine Strafe."

65. Sie aber zerschnitten ihr die Sehnen. Da sprach er: "Vergnügt euch in eueren Wohnungen noch drei Tage. Dies ist eine unfehlbare Drohung."

66. Und als Unser Befehl erging, retteten Wir in Unserer Barmherzigkeit Salih und die Gläubigen, die bei ihm waren, vor der Schande jenes Tages. Siehe, dein Herr, Er ist der Starke, der Gewaltige.

67. Da erfasste die Sünder der Schrei, und sie lagen in ihren Wohnungen leblos am Boden

68. Als hätten sie nie darin gewohnt. Siehe, die Thamud verleugneten ihren Herrn. Fort Mit den Thamud!

69. Und wahrlich, Unsere Sendboten kamen zu Abraham mit der Botschaft. Sie sprachen: "Frieden!" Er sprach: "Frieden!" Und er säumte nicht, ihnen ein gebratenes Kalb zu bringen.

70. Und als er sah, dass sie nicht zulangten, schöpfte er Verdacht gegen sie und fürchtete sich vor ihnen. Sie sprachen: "Fürchte dich nicht, siehe, wir sind zum Volke Lots entsandt."

71. Und seine Frau stand dabei und lachte (vor Glück). Denn Wir verkündeten ihr Isaak und nach Isaak Jakob.

72. Sie sprach: "Ach, weh mir! Soll ich gebären, obwohl ich eine alle Frau bin und dieser, mein Ehemann, ein Greis ist? Siehe, das wäre eine wundersame Sache!"

73. Sie sprachen: "Wunderst du dich über Allahs Entscheidung? Die Barmherzigkeit Allahs und Sein Segen kommen auf euch, o Leute des Hauses! Siehe, Er ist preiswürdig und ruhmvoll."

74. Und als die Furcht von Abraham gewichen und die frohe Botschaft zu ihm gekommen war, rang er mit Uns über das Volk Lots.

75. Denn Abraham war nachsichtig, mitleidig und sühnebereit.

76. "O Abraham! lass hiervon ab. Deines Herrn Befehl ist ja bereits ergangen. Über sie bricht unabwendbar die Strafe herein."

77. Und als Unsere Sendboten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in Bedrängnis, da er sie nicht beschützen konnte. Und er sprach: "Dies ist ein böser Tag!"

78. Und sein Volk kam zu ihm geeilt, stets bereit, Böses zu verüben. Er sprach: "O mein Volk! Diese Töchter von mir sind reiner für euch. So fürchtet Allah und bringt keine Schande über mich hinsichtlich meiner Gäste! Ist denn kein anständiger Mann unter euch?"

79. Sie sagten: "Du weißt doch, dass wir nicht auf deine Töchter aus sind, und weißt genau, was wir begehren."

80. Er sprach: "Hätte ich doch nur Macht über euch oder könnte irgendwo starke Unterstützung finden!"

81. Sie sagten: "O Lot! Wir sind Sendboten deines Herrn: Sie können dir nichts anhaben! Doch mache dich mit deiner Familie auf, solange es noch Nacht ist, und keiner von euch blicke zurück! Nur deine Frau - sie wird treffen, was die anderen trifft. Siehe, was ihnen angedroht ist, (erfüllt sich) am Morgen. Ist der Morgen nicht schon nahe?"

82. Und als Unser Befehl ergangen war, kehrten Wir in dieser (Stadt) das Oberste zuunterst und ließen auf sie Backsteine hageldicht niederregnen,

83. Gekennzeichnet von deinem Herrn. Und sie ist Frevlern niemals fern.

84. Und zu den Leuten von Madyan (entsandten wir) ihren Bruder Schuayb. Er sprach: "O mein Volk! Dient Allah! Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Und verkürzt nicht Maß und Gewicht. Fürwahr, ich sehe, dass es euch gut ergeht, gleichwohl fürchte ich für euch die Strafe eines allumfassenden Tages.

85. mein Volk! Gebt rechtes Maß und Gewicht und enthaltet den Leuten nichts vor und richtet auf Erden kein Unheil an.

86. Allahs Rest ist das beste für euch, falls ihr gläubig seid. Doch ich bin nicht euer Hüter."

87. Sie sagten: "O Schuayb! Bedeutet dein Gebot, dass wir aufgeben sollen, was unsere Väter anbeteten, und dass wir mit unserem Vermögen nicht nach Belieben schalten und walten sollen? Du bist doch immer nachsichtig und rechtdenkend!"

88. Er sprach: "O mein Volk! Was meint ihr? Ich habe doch einen deutlichen Beweis von meinem Herrn und Er hat mich von Sich aus schön versorgt. Anders als ihr möchte ich keineswegs selbst tun, was ich euch untersagt habe. Ich will nichts anderes als euere Besserung, so weit ich es vermag. Und mein Erfolg liegt allein bei Allah. Auf Ihn vertraue ich, und Ihm wende ich mich zu.

89. mein Volk! Euere Widersetzlichkeit gegen mich verführe euch nicht zur Sünde, so dass euch das trifft, was schon das Volk Noahs oder das Volk Huds oder das Volk Salihs getroffen hat. Und ihr seid auch nicht viel anders als das Volk Lots.

90. Und bittet eueren Herrn um Verzeihung. Dann wendet euch Ihm in Reue zu. Siehe, mein Herr ist barmherzig und liebevoll."

91. Sie sagten: "O Schuayb! Wir verstehen nicht viel von dem, was du sagst. Und wir betrachten dich als schwach unter uns. Wäre deine Familie nicht, steinigten wir dich, und du wärst gegen uns machtlos."

92. Er sprach: "O mein Volk! Hat meine Familie mehr Wert bei euch als Allah, Dem ihr geringschätzig den Rücken zeigt? Doch mein Herr überblickt alles, was ihr tut.

93. mein Volk! Handelt nach euerem Vermögen. Seht, auch ich werde handeln. Wahrlich, ihr werdet erfahren, wen eine Strafe treffen wird, die ihn schändet, und wer ein Lügner ist. Wartet nur. Seht, ich warte mit euch."

94. Und als Unser Befehl erging, retteten Wir Schuayb und die Gläubigen, die bei ihm waren, in Unserer Barmherzigkeit. Und die Ungerechten erfasste der Schrei, und sie lagen in ihren Wohnungen leblos am Boden,

95. Als hätten sie nie darin gewohnt. Fort mit Madyan, so wie die Thamud fortgerafft wurden!

96. Und wahrlich, Moses hatten Wir mit Unseren Wundern entsandt und klaren Beweisen

97. Zu Pharao und seinen Großen. Und sie folgten Pharaos Befehl, doch Pharaos Befehl war nicht gerecht.

98. Vorangehen soll er seinem Volk am Tage der Auferstehung und sie ins Feuer hinabführen! Und schlimm ist der zu nehmende Abstieg.

99. Es verfolgte sie Fluch im Diesseits und Fluch wird sie am Tage der Auferstehung verfolgen widerwärtig ist das Geschenk, das (ihnen) geschenkt wird.

100. Dies ist ein Teil der Berichte über Städte, die Wir dir erzählen; einige von ihnen stehen noch, und andere sind wie niedergemäht.

101. Doch Wir taten ihnen kein Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht an. Und ihre Götter, die sie neben Allah anriefen, nützten ihnen nichts als deines Herrn Befehl erging; sie vergrößerten nur ihr Verderben.

102. So ist die Strafe deines Herrn, wenn Er ungerechte Städte bestraft. Seine Strafe ist wahrlich schmerzlich und streng.

103. Hierin liegt fürwahr ein Leichen für den, der die Strafe des Jenseits fürchtet. Das ist ein Tag, an dem die Menschen versammelt werden, der Tag, den jeder erleben wird.

104. Wir verschieben ihn nicht über einen festgesetzten Termin hinaus.

105. Wenn jener Tag kommt, dann wird niemand sprechen, es sei denn mit Seiner Erlaubnis. Manche werden elendig sein und manche glückselig.

106. Was die Elenden anlangt, so werden sie ins Feuer kommen und darin seufzen und stöhnen.

107. Ewig sollen sie darin bleiben, so lange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dass dein Herr es anders will; denn dein Herr tut, was Er will.

108. Was aber die Glückseligen anlangt, so werden sie ins Paradies kommen und ewig darin verweilen, so lange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dass dein Herr es anders will -ein unaufhörliches Geschenk.

109. Und sei nicht im Zweifel über das, was diese verehren. Sie verehren (gedankenlos) nur, was ihre Väter zuvor verehrt hatten. Wir werden ihnen ihren Anteil nach Verdienst und unverkürzt geben.

110. Wahrlich, Wir gaben schon Moses die Schrift, doch darüber entstand Uneinigkeit. Und hätte dein Herr nicht bereits eine andere Anordnung getroffen, wäre zwischen ihnen (schon) entschieden worden. Und siehe, sie sind wahrlich in starkem Zweifel darüber.

111. Und dein Herr wird alle gewiss nach ihrem Verdienst belohnen. Fürwahr, Er kennt ihr Tun.

112. Sei daher aufrecht, wie es dir und denen aufgetragen wurde, die sich mit dir bekehrten, und überschreitet nicht das Maß. Fürwahr, Er sieht, was ihr tut.

113. Und neigt euch nicht denen zu, die Unrecht begehen, sonst erfasst euch das Feuer. Und außer Allah habt ihr keinen Beschützer und findet ihr keinen Helfer.

114. Und verrichte das Gebet an den beiden Tagesenden und früh in der Nacht. Seht, die guten Werke vertreiben die bösen. Dies ist eine Ermahnung für die Nachdenkenden.

115. Und sei standhaft in Geduld. Siehe, Allah lässt den Lohn der Rechtschaftenen nicht verloren gehen.

116. Hätte es nur unter den Geschlechtern, die vor euch lebten, mehr Tugendhafte gegeben, welche sich den Missetaten auf Erden widersetzten, außer den wenigen, die Wir retteten, während die Übeltäter ihr üppiges Leben weiter fortführten und sich in Sünde verloren!

117. Dein Herr würde nie Städte ungerechterweise vernichten, solange ihre Bewohner rechtschaffen sind.

118. Und wenn dein Herr es gewollt hätte, hätte Er alle Menschen gewiss zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Doch sie werden nicht aufhören, uneins zu sein,

119. Außer denen, deren sich dein Herr erbarmt, und dazu hat Er sie erschaffen, Und das Wort deines Herrn soll in Erfüllung gehen: "Wahrlich, füllen will ich die Hölle vollständig mit Dschinn und Menschen, alle zusammen,"

120. Mit dem, was Wir dir von den Geschichten der Gesandten berichten, festigten Wir dein Herz. Darin ist zu dir die Wahrheit gekommen und eine Ermahnung und Erinnerung für die Gläubigen,

121. So sprich zu denen, die nicht glauben: "Handelt wie ihr könnt und wollt. Siehe, wir handeln auch.

122. Wartet nur, Siehe, wir warten auch,"

123. Und Allahs ist das Verborgene der Himmel und der Erde. Und alle Dinge gehen auf Ihn zurück. Darum diene Ihm und vertraue auf Ihn, Dein Herr ist nicht achtlos dessen, was ihr tut.